Klassiker im Klassiker

Es gibt Dinge, die sind so, wie

sie sind, und daran ändert sich auch nichts. Zum Beispiel Reclam und die kleinen gelben Büchlein mit ihren Goethes, Schillers usw., an denen zu Schulzeiten das Spannendste die qualifizierten Kommentare und Zeichnungen älterer Schüler waren.
Basis

Schnitt und Sprung in die Neuzeit: die Reclam-Reihe macht jetzt Jazz. Auf über 200 Seiten schreibt Ralf Dombrowski in seiner „Basis-Diskothek Jazz“ über 120 Alben, die den Jazz mehr oder weniger geprägt haben.
Eine wahre Fundgrube (oder Nachhilfestunde) in Sachen Jazzgeschichte, mit allen Fakten, die das Liebhaberherz höher schlagen lassen: Titelangaben, Besetzung, Aufnahmedatum.
Dass eine solche Selektion immer ein Stück weit der Beliebigkeit ausgesetzt ist, versteht sich von selbst, es erklärt auch, warum Dizzy Gillespie mit nur einem Eintrag abgespeist wird.
Der Autor erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, Kritikern nimmt er schon im Vorwort den Wind aus den Segeln.
Dombrowski will verständliche und unterhaltsame Geschichten erzählen, und tut dies auch. Sein Versprechen, nicht für nach Selbstbestätigung suchende Fachkenner zu schreiben, löst er meisterhaft ein.
Also rein ins Fachgeschäft und den baldigen Zigarettenschachtelpreis von schlappen 5 Euro investiert, und schon hat man einen interessanten Begleiter für U-Bahn und langweilige Konzerte.

3 Responses to “Klassiker im Klassiker”

  1. kosmar Says:

    schickes ding

  2. Chrisfried Says:

    Vielen Dank, kauf ich mir morgen.

  3. Chrisfried Says:

    Hey Fleischer, wat is looos? Sach ma watt!

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